Nürnberger Shisha Pangma - Expedition 2003

 

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Unser Ziel ist die "Shisha Pangma" in Tibet. Sie liegt im Zentral-Himalaya knapp nördlich des Langtang-Himal, Westtibet, Distrikt Nyalam. 28° 21' n.Br. / 85° 47' ö.L. Die Nürnberger Expedition findet im Herbst 2003 in der Zeit vom 23. August bis 10. Oktober statt.

Für den fast waagrechten Gipfelgrat werden immer noch mehrere, verschiedene Höhen angegeben: 8012, 8013, 8032, aber auch 8046 Meter. Wenn man die heute übliche Höhenangabe von 8013 Metern als korrekt annimmt, ist die Shisha Pangma der "kleinster" Achttausender der vierzehnthöchste Berg der Welt (mit 8046 m läge sie noch vor dem Gasherbrum II an 13. Stelle). Er ist der einzige Achttausender der ganz auf tibetischem Gebiet liegt.

Für den gewaltigen Gebirgsstock, der ungefähr 160 km von Kathmandu entfernt liegt, existieren mehrere Namen: Shisha Pangma, Gosainthan, Xixabangma. Der Name Shisha Pangma kommt aus dem Tibetischen und bedeutet "Grat über den Weiden". Der früher gebräuchlichste Name Gosainthan stammt aus dem Sanskrit und bedeutet für die Hindu "Berg der Götter und Heiligen" oder "Wohnort der Götter".

 

Unsere Reise wird uns zuerst nach Kathmandu in Nepal führen. Hier sitzt unsere Agentur, die bei der Organisation behilflich ist. Von der nepalesischen Hauptstadt fliegen wir dann zur besseren Akklimatisation nach Lhasa ca. 3.680 m.

Mit Geländefahrzeugen erreicht man über Gyantse, Shigatze und Tingri, vorbei an Makalu, Mt. Everest und Cho Oyu, das sogenannte "Chinesische Basislager". ca. 5.000 m. Vom sogenannten Fahrerlager, am Ende der Straße, wird zunächst das vorgeschobene Basislager auf 5.600 m eingerichtet, bevor es an den Aufbau der 3 Hochlager geht.

Geplant ist es den Hauptgipfel über die Normalroute zu besteigen, wobei der Aufstieg so weit wie möglich mit Ski und ohne zusätzlichen Sauerstoff erfolgen soll. Ein Hochträger wird uns beim Aufbau und Einrichten der Hochlager unterstützen.

 

Besteigungsgeschichte:

Die Shisha Pangma wurde erst 1964 als letzter aller 14 Achttausender über die Nordwestflanke erstbestiegen. Erst 14 Jahre nach der Annapurna. Er zählt zusammen mit Cho Oyu, Manaslu und Gasherbrum II zu den am wenigsten schwierigen Achttausendern.

In den 40er Jahren wurde der Berg erstmals durch die Indische Landesvermessung als Punkt Nummer 23 vermessen.

Es gab nur wenige Europäer, die den Gipfel vor 1945 von der tibetischen Seite her zu Gesicht bekamen, obwohl dieser sich nur etwa 30 km nördlich der nepalesisch-tibetischen Grenze aufschwingt.

Im Winter 1945/46 zogen die Österreicher Peter Aufschnaiter und Heinrich Harrer bei ihrer abenteuerlichen Flucht von Indien nach Lhasa auf der Nordseite der Sisha-Pangma-Gruppe vorbei und skizzierten die Kette oberflächlich.

Die ersten Fotos lieferte der Schweizer Toni Hagen im Jahre 1952.

Am 2. Mai 1964 wurde er von einer strategisch geplanten chinesisch-tibetischen Riesenexpedition (195 Teilnehmer, 10 am Gipfel) erstmals bestiegen. Die damals für die Expedition gebaute Straße ist immer noch für die Anfahrt ins Basislager ("motor camp") verwendbar. Die "Chinesenroute" von Norden über den Yebokangjial- oder Yambughangala-Gletscher und über die Nordwest- und Nordostflanke ist bis heute die übliche Route geblieben.

Bevor die Chinesen 1978 Tibet für westliche Bergsteiger öffneten, war in Europa nur sehr wenig über den Shisha Pangma bekannt. Erst seit 1980 ist er auch für Ausländer zugänglich.

Die zweite Besteigung gelang erst im Frühjahr 1980 einer deutschen Expedition, die dritte einer österreichischen Gruppe im Herbst desselben Jahres - zwei Jahre nach der Öffnung Tibets.

1982 eröffneten Briten mit Doug Scott eine neue Route durch die sehr schwierige, 3000 m hohe Südwestwand.

Bis 1999 wurde der Hauptgipfel von insgesamt 167 Bergsteigerinnen und Bergsteigern erreicht, weitere 432 standen auf dem 8008 Meter hohen Zentralgipfel.

Der Shisha Pangma ist heute gemeinsam mit dem Cho Oyu (Normalweg) der Achttausender mit der besten Erfolgsstatistik.

Quellen:

Abelein, Manfred: Shisha Pangma, Bergisch-Gladbach, Lübbe 1980.

Messner, Reinhold: Überlebt.Alle 14 Achttausender, BLV Verlagsgesellschaft: München, 1987.

Meutzner, Frank u. Wiegand, Götz: Gipfelträume, Sportverlag Berlin, 2001.

Reinisch, Gertrude: 1. Oesterreichische Frauenexpedition "Shisha Pangma", Anton Schroll & Co: Wien u. München, 1995.

Reinisch, Gertrude: Wanda Rutkiewicz, Bergverlag Rother München, 1998.

   
         

   

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 © ad - 06.08.2003