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Alpenüberquerung Obersdorf-Meran mit Varianten zum E5

von Dorothea Mühlenberg

Wir, das sind Marc Schlüter, DAV Sektion Köln und Dorothea Mühlenberg Sektion Nürnberg, starten am 29.08.2011 zur 13tägigen Alpenquerung.
Vorneweg ist noch zu erwähnen, dass wir unbedingt DAV-Kartenmaterial empfehlen. Wir haben uns mit den Kompasskarten nicht optimal orientieren können. Sobald man vom E5 abweicht sind diese zu ungenau und bescheren die eine oder andere zusätzliche Stunde. Wir empfehlen diese Tour nur dem erfahrenen Wanderer. Es ist absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit von Nöten. Die Mitnahme von Hunden empfiehlt sich keinesfalls.

le tour de alpes 2011Dorotheas Bilder auf Flickr

1.Tag Obersdorf Spielmannsau – Holzgau
Gehzeit: 5,5 Std. ohne Pausen HM auf: ca. 750m HM runter: ca. 870m
Anreise mit der Bahn. Wir starten mit unseren Hunden Norai und Giacomo an einem sonnigen Sonntag. Nach kurzer Überlegung, Obersdorf war gut bevölkert, haben wir uns für die Taxifahrt nach Spielmannsau (987m) entschieden. Der Weg dahin ist geteert und auf langen Stücken von beiden Seiten mit Zäunen begrenzt. Es waren viele Menschen, Radfahrer und Autos von Anwohnern unterwegs.
Auf dem E5 ging es zur Kemptner Hütte (1844m). Der Weg dahin war gut zu gehen und bis auf ein paar Seilversicherten Stellen ungefährlich. Allerdings kamen uns viele Menschen, u.a. eine Wallfahrt aus Holzgau, entgegen und aufgrund des engen Weges mussten wir immer wieder warten.
Um die Kemptner Hütte herum tummelten sich übermütige Murmeltiere die fröhliche Pfiffe ausstießen. Nach einer kurzen Kaffeepause, Kuchen sehr gut, Kaffee zu dünn, sind wir weiter über das Mädelejoch (1974m) nach Holzgau (1103m) marschiert. Unterhalb der unteren Roßgumpenalp fand sich ein toller Wasserfall. Man findet ihn auf Höhe der Holzbrücke entgegen der Laufrichtung des Baches. Unterkunft: Pension Knitel war der Hit. Superfreundliche Wirtin.

2.Tag E5 von Holzgau nach Bach, dann Variante zum Württemberger Haus
Gehzeit: 8,5 Stunden ohne Pausen HM rauf: ca. 1410m HM runter: ca. 300m
Erneut werden wir von Sonnenstrahlen begleitet. Die Pensionswirtin bietet ein fürstliches Frühstück, incl. Frühstücksbeutel für die Brotzeit. Unglaublich aufmerksam.
Es geht auf dem E5 nach Ort Bach. Der Weg ist über ca. 2 Stunden nur flach. In Bach entscheiden wir uns den E5 zu verlassen um die überlaufene Memminger Hütte zu meiden und wandern durch das Röttal über das Leiterjöchl (2516m) zum Württemberger Haus (2220m) und das Alles, bis auf eine Begegnung, ganz allein in herrlicher Natur.
Wir sehen auch hier Murmeltiere und freuen uns über eine Herde Berggämsen. Zum Erklimmen des Leiterjöchl müssen wir allerdings die Hunde zweimal heben. Der Steig ist seilversichert und es müssen alle Viere eingesetzt werden. Schon zum Aufstieg zieht Nebel auf der uns am Jöchl die Aussicht nimmt. Es wird frisch und wir beeilen uns die 300 m Abstieg zur Hütte hinter uns zu bringen.

3.Tag Variante Württemberger Haus – Piller in den Lechtaler Alpen
Gehzeit: 8Std. ohne Pausen. HM rauf: Marc ca. 300m HM runter: Dorothea ca. 2550m Marc ca. 2800m!!!!!!!
Wir starten erneut im Sonnenschein. Das motiviert für den harten Abstieg vom Württemberger Haus (2220m) nach Zams (775m). Der Abstieg ist sehr abwechslungsreich und da wir trainiert haben ohne Probleme und in guter Stimmung zu meistern.
Wir sichten gleich zu Beginn der Tour einen Alpensalamander, der noch ganz starr von der Morgenkühle ist. In Zams entscheiden wir uns für eine Fahrt mit der Venet-Bergbahn zur Bergstation Krahberg und ersparen uns damit 900m langweiligen Aufstieg auf einer Forststraße. Wir sind noch voller Wanderlust und sagen die Übernachtung auf der Zamser Skihütte ab.
Unterwegs haben wir lustige Wandersleute kennen gelernt und so gehe ich mit Ihnen die südliche Flanke des Venet Panoramaweges. Dieser Weg verdient seinen Namen allemal. Marc hingegen besteigt mit anderen Bergkameraden die Glanderspitze des Venet auf 2512m. Gemeinsamer Treffpunkt ist die Galflunalm (1960m). Leider ist die Alm voll belegt und wir können dort nicht übernachten.
Das heißt für uns nochmals 600m Abstieg nach Piller (1363m) und 2 Stunden Weg. Der Weg nach Piller war sehr schlecht ausgeschildert und hat uns die eine und andere Verirrung beschert. Übernachtung im Gashaus Sonne für 40€, incl. Halbpension pro Person und Hund.

4.Tag Variante Piller – Wiesenhof über Falkaunsalm
Gehzeit: 6 Std. ohne Pausen HM rauf: ca. 860m HM runter: ca. 600m
Um die zweistündige Busfahrt von Zams nach Mittelberg zu umgehen, wählen wir die Variante über den Kaunergrat. Das sind 3 Wandertage mehr als üblich. Nach 2 Tagen Extremwandern entscheiden wir uns die Riesenstrecke von Piller zur Verpeilhütte von 9.45 Std. zu halbieren. Wir steigen bei der Falkaunsalm ab zum Wiesenhof. Zu erwähnen wäre noch die traumhafte, superleckere Buttermilch auf der Aifneralm.
Der Weg führt uns also von Piller (1363) über die Aifner Alm (1980), über das Schlafbödele (2220), auf dem wunderschönen Panoramaweg zur Falkaunsalm, hinab zum Wiesenhof. Während des gesamten Weges pflücken wir leckere Preiselbeeren, Schwarzbeeren und Himbeeren die dort reichlichst wuchern. Überall Heidekraut, Bergfichten und Kiefern. Ein wunderschöner Weg.
Die Übernachtung kostet 35€ ÜF pro Person auf dem Ferienhof Wiesenhof. Hunde erlaubt. Ich werde sogar noch mit Hundefutter versorgt. Die freilaufenden Karnickel setzen allerdings meinen Nerven zu, auch wenn es der Wirtsfamilie nach deren Aussage auf Eines mehr oder weniger nicht ankommt. Die Hunde bleiben an der Leine!!
Wir erfahren leider noch am selben Abend, dass wir keinen Übernachtungsplatz auf der Verpeilhütte bekommen und planen noch aufgeregt wie der nächste Tag aussehen könnte. Denn 11 Std. reine Gehzeit zur Kaunergrathütte sind nicht zu schaffen. Das Madatschjoch wahrscheinlich mit den Hunden auch nicht.

5.Tag Variante Wiesenhof – Verpeilhütte
HM rauf: Dorothea 975m HM runter: 400m
Es nieselt und ist sehr trüb. Wegen der langen Etappe bitten wir den Wiesenhofwirt uns bis zur Verpeilalm zu fahren und bedanken uns mit einem ordentlichen Trinkgeld. Wir starten unseren Tag an der Verpeilalm (1755) zur Verpeilhütte (2025).
Immer wieder queren wir eingezäunte Kuhweiden. Die Kühe sind nicht gut auf unsere Hunde zu sprechen und wir müssen sie mit den Wanderstöcken auf Abstand halten. Jedes mal ein schweres Unterfangen, da sie von allen Richtungen gleichzeitig kommen. Zudem fängt es stärker an zu regnen und Marcs Magen macht nicht recht mit.
Auf der Verpeilhütte gibt es guten Tee und so starten wir nach 1 Stunde Pause zum Verpeiljoch. Gleich zu Beginn versteigen wir uns und haben ca. 300 Höhenmeter und 1 Stunde umsonst zurückgelegt. Wir brechen für heute ab. Zudem wissen wir von der Hüttenwirtin, dass Gäste abgesagt haben und so können wir dort nächtigen. Das super kompetente Hüttenteam der Agnes versorgt Marc mit Magentees und lässt uns trotz des scheußlichen Wetters wohl fühlen. Wir treffen auf etliche Mainzer DAV-Bergkameraden und so habe ich gute Unterhaltung. Am Nachmittag traue ich mich noch auf den Mooskopf, die zwei Hunde müssen eh raus.

6. Tag Variante Verpeilhütte – Kaunergrathütte
Gehzeit: ohne Abseilaktion 4 Std. HM rauf: 1220m HM runter 230m
Wir beschließen nach Rücksprache mit Stefan von der Mainzer Sektion die Querung über das Madatschjoch zu wagen. Es gibt links des Klettersteiges eine Geröllrinne, hier können wir die Hunde runterschicken. Die Sektion Mainz macht sich etwa zur gleichen Zeit auf den Weg. Sie möchten auf Ihrer Sektionshütte der Kaunergrathütte am Samstag ihre neue Kapelle einweihen.
Der Aufstieg aufs Joch gestaltet sich trotz Regen gut machbar. Schutt auf dem Eis kurz vor dem Anstieg über das Blockfeld macht die Angelegenheit ziemlich rutschig. Der Anstieg über das Blockfeld ist seilversichert, jedoch aufgrund der Nässe nicht schön zu gehen. Auch hier müssen wir die Hunde einmal heben. Glücklich kommen wir am Madatschjoch (3030m) an.
Leider müssen wir schnell feststellen, dass die Geröllrinne für die Hunde nicht machbar ist. Sie wollen oder können nicht hinunter. Der Abstieg durch den Kamin ist mit Hund absolut nicht machbar. Über zwei Leitern geht es dort zum steilen Abstieg im Kamin mit Bügel, ca. 25-30m freier Fall. Also was tun. Ich steige ab und versuche Giacomo zu locken. Er findet eine Stelle an der es nur 4m Wand zur Rinne am unteren Ende sind. Wir kommen ihm entgegen und die Hunde werden kurz entschlossen abgeseilt. Das Ganze ist jedoch nicht ohne blaue Flecken und offene Wunden für die beiden Männer ausgegangen. Die Hunde waren ok. Also bitte nicht nachmachen.
Viel Geröll und Steinschlag begleiteten die Aktion. Nun sind es nur noch 200 Höhenmeter die uns von der Kaunergrathütte (2817m) trennen. Sie sind gut und leicht zu überwinden. Mittlerweile hat sich das Wetter beruhigt und wir können am Nachmittag die Sonne genießen und die Anspannung los lassen.
Das Eis des Gletschers leuchtet in genau dem Blau das man als Eisblau beschreibt. Die Hütte ist gerammelt voll, jedoch besorgt uns die jüngste Hüttenwirtin Österreichs Julia Dobler im Winterlager einen guten Platz für uns und die Hunde. Vielen Dank noch mal. Zudem ist das österreichische Servus-TV Team Vorort um von Österreichs jüngster Hüttenwirtin ein Portrait zu machen.

7.Tag Variante Kaunergrathütte – Braunschwaiger Hütte
Gehzeit: ca. 6.15 STd. ohne Pause über Plangeross. HM rauf: ca. 1300m HM runter: ca. 1360m
Abstieg nach Plangeross (1612m) bei strahlendem Sonnenschein. Unterwegs treffen wir viele lustige Wandersleute, Blumenträger, den Wirt mit 12 Litern Wein im Rucksack und etliche Musikanten deren Instrumente aus dem Rucksack lugen. Wir wünschen Ihnen allen einen schönen Tag zur Einweihung der Kapelle.
Auch bei uns geht es wohlgemut weiter nach Mandarfen und Mittelberg um von hier aus den Aufstieg zur Braunschwaiger Hütte (2758m) zu starten. Wir gehen die Route über den Wasserfall. Sie ist sehr abwechslungsreich und wir werden immer wieder von zerstäubten Wassertropfen des Wasserfalles erfrischt. Auf diesem Zwischenstück des Anstieges ist wieder absolute Schwindelfreiheit und Trittsicherheit gefragt. Seilversichert geht es mit Hilfe der Hände am Wasserfall entlang.
Danach ein langweiliges Stück auf einer sehr großen breiten Schotterstraße und nochmals ein anstrengendes alpines Stück zur Braunschwaiger Hütte (2758m) hoch. Hier erwarten uns teils verschandelte Gletscher und eine sehr große kommerziell anmutende Hütte. Zimmer und Essen sind allerdings perfekt.

8.Tag E5-Etappe Braunschweiger Hütte – Zwieselstein
Gehzeit: 5,5 Std. HM rauf: 330m HM runter: 1620m
Wir starten am frühen Morgen bei diesigen Wetter zum Pitztaler Jöchl (2996m). Der Weg ist seilversichert und von geübten Bergwandersleuten gut zu machen. Auch hier benötigt man die Hände hin und wieder. Aufstieg ca. 300 Höhenmeter. Abstieg über den z.T. stark verschmutzten Rettenbachgletscher und durch Gesteinsbrocken. Es gibt jedoch Seile an denen man sich auf dem glatten Eis/Schneegemisch festhalten kann.
Dann weiterhin Abstieg auf einer großen Schotterstraße. Vorbei an der Rettenbachalm. Diese lassen wir links liegen und halten uns rechts entlang des Berges. Unter den Skiliften geht es durch und nun sind wir wieder in einem lieblichen und ansprechenden Berggebiet. Gegenüber sieht man den imposanten Brunnenkogel samt Hütte.
Am Ende des Skigebietes steigen wir über einen wildromantischen Pfad 500 Höhenmeter hinab nach Zwieselstein (1470). Mittlerweile regnet es stark und wir begeben uns auf Zimmersuche. DAV Talhütte ist überfüllt. Die Pension Post kann man nicht empfehlen. Evtl. das Hotel. Wir kommen dann im Alpenheim Simone unter. 22€ pro Person. Hunde frei, jedoch das Frühstück lässt sehr zu wünschen übrig.

9. Tag Pausentag in Zwieselstein
Hündin Norai hinkt etwas seit gestern. Wir entscheiden uns einen Tag Pause einzulegen. Zudem regnet es den ganzen Tag. Wir fahren nach Sölden mit dem Bus. Kann man sich sparen. Am Nachmittag wandere ich mit Giacomo von Zwieselstein in Richtung Sölden durch die Kühtrainschlucht. Sehr empfehlenswerter Spaziergang am spektakulären Flusslauf der Ötztaler Ache entlang.

10. Tag E5 Etappe von Zwieselstein zum Timmelsjoch ab da Variante auf den Schneeberg
Gehzeit: 5,5 Std. HM rauf: 330m HM runter: 1620m
Der Regen hat sich beruhigt und es verziehen sich die letzten bedrohlichen Wolken. Die Etappe teilt sich in Aufstieg zum Timmelsjoch (2509), Abstieg zur Timmelsbrücke und erneutem Aufstieg zum Schneeberg (2363) ein.
Stetiger 3stündiger Anstieg von ca. 1100m zum Timmelsjoch. Der Weg ist zu Beginn noch recht abwechslungsreich und wir müssen wieder über eine Kuhweide. Hier ist alles recht eng und rechts von uns ist ein Wasserfall. Also eine recht spannende Sache mit den Hunden. Aber letztendlich zu schaffen. Wir geben uns die Hand und gehen gleichzeitig am Timmelsjoch über die Grenze nach Südtirol.
Juhu. Ein großer Teil der Strecke ist geschafft. Wir sind im dritten Land unserer Alpenquerung. Im Rother Wanderführer wird die Variante über den Schneeberg vorgeschlagen und wir entscheiden uns dafür. Nach dem Abstieg zur Timmelsbrücke erneuter moderater Aufstieg (639m) zum Schneeberg, einem Bergwerk das heute z.T. ein Museum ist. Es ist eine sehr interessante und abwechslungsreiche Tour.
Wir schlafen im ehemaligen Herrenhaus des Bergwerkes das heute vom Südtiroler Alpenverein als Übernachtungshaus genutzt wird. Wir haben hier ein großes helles Zimmer mit einer Wahnsinnsaussicht auf die Berge. Warme Duschen und super Verpflegung. ÜF mit DAV-Ausweis 30€. Das war die beste Übernachtungsmöglichkeit der ganzen Tour. In der Kapelle gegenüber schien die ganze Nacht gedämpftes Licht durch die bunten Glasscheiben und ein Sternenhimmel zum niederknien. Grandios.

11.Tag Variante Schneeberg nach Rabenstein und weiter auf dem E5
Gehzeit: 9 Stunden HM rauf: 1200m HM runter: 2080m
Wir steigen ab zur Schneebergbrücke und von da aus weiter nach Saltnuss, wo wir den Notabstieg nach Rabenstein hinunter nehmen. Ab Saltnuss ist geht es steil bergab und dann ebenso steil nach Querung eines Gebirgsbaches wieder hoch. Das sind insgesamt 1400m Abstieg.
In Rabenstein kommen wir wieder auf den E5. Dieser folgt erst der Straße und geht dann auf einer engen Schotterstraße bis nach Moos ins Passeier weiter.
Wir benötigen bis Moos 4 Stunden und entscheiden uns weiter zu wandern um im Pfeiftal zu übernachten. Nun folgt eine idyllische abwechslungsreiche Wanderung durch Baumgesäumte Alleen, Wald, toller Aussicht und satten Wiesen. Leider werden wir im Pfeiftal wegen der Hunde abgewiesen und müssen nochmals 300Hm aufsteigen zum Pfandlerhof. Die letzten 1,5 Std. der 9stündigen Wanderung machen keine rechte Freude mehr. Der Aufstieg geht auch über sehr lange Strecken nur durch Wald. Allerdings wandern wir auf Andreas Hofers Spuren, falls das tröstet.
Hier bekommen wir, obwohl es noch 15min bis Küchenschluss ist keine warme Mahlzeit mehr und wir können uns glücklich schätzen vom Chef überhaupt noch eine kalte Platte serviert zu bekommen. Hunde unerwünscht. Letztendlich schlafen wir des lieben Friedens willen mit den Hunden im Heu, zahlen aber den vollen Übernachtungspreis.

12.Tag E5 Etappe Pfandlerhof - Hirzer Hütte
Gehzeit: 2,5 Std. HM rauf: 790m HM runter: 150m
Heute gehen wir es gemütlich an. Nach den anstrengenden und vor allem langen Etappen der Vortage geht es heute entspannt zur Hirzer Hütte. Wir wandern nun in den Sarntaler Alpen. Zuerst geht es stetig bergauf durch den Wald und nach und nach öffnet sich der Blick, es wird felsig und wir befinden uns wieder über 2000m unterhalb des Prantachkogel. Die letzte ½ Stunde geht es über Almwiesen und an Almen vorbei zur Hirzer Hütte.

13.Tag E5 Etappe Hirzer Hütte – Meran 2000
Gehzeit: 5,5 Std. HM rauf: ca. 860m HM runter: ca. 900 m
Wir steigen gut ausgeruht zur oberen Scharte (2698m) auf. Es geht stetig berauf und wir benötigten ca. 2 Stunden und unsere Hände für die Kraxeleien. Angekommen lässt uns der grandiose 360° Rundumblick vor Ehrfurcht verstummen.
Wir sind umgeben von den Dolomiten, den Sarntaler Alpen, der Ortlergruppe, den Tuxer Alpen, den Ötztaler Alpen und und und……. Wunderschön.
Der Abstieg ist nicht ohne volle Konzentration zu machen und der Weg mündet nach ca. 1 Stunde in Bergwiesen mit Schafherde, Kühen und freilaufenden Pferden. Wir sichten eine Kreuzotter und ein Hermelin. Es geht durch eine liebliche Landschaft auf guten Wegen und an einem türkisen See vorbei weiter bis der Aufstieg zum Missensteiner Joch (2128) beginnt, er ist schwierig, es gibt viel loses Geröll und Dreck auf dem schmalen Weg.
Die Freude über die Ankunft in Meran 2000 weicht einem kleinen Schock über die touristische Aufbereitung des Gebietes. Schweren Herzens und traurig am Ende unserer Tour zu sein, nehmen wir die Seilbahn nach Meran hinunter. Hier treten wir die Heimreise wieder per Bahn an.



Stand: 28.10.2011