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Norwegen im Winter 2012

von Hartmut Heidenreich

Norwegen / Hemsedalen im Winter -es hätte so schön sein können-
Angelka, Hartmut, Maren, Petra, Reinhold, Silvia, Stefan und Won Bong sind neugierig auf den Winter in Norwegen und folgen dem Lockruf unserer Norwegenfans und Organisatoren Uschi und Detlef.

SonnenuntergangFähre

Eingestimmt auf frostige Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt, auf heftige Schneestürme und jede Menge Schnee starten wir entsprechend ausgerüstet am 8.3. zu unserer langen Reise (ca. 12 Std. Auto, 20 Std. Fähre) in den Norden.
Unser Ziel, den Ferienpark Hemsedal, erreichen wir am frühen Nachmittag des 9.3. und stehen erst mal vor verschlossenen Türen. Uschi und Detlef klären schnell die Lage und wir können unsere "Hytta" beziehen.

HyttaEssen

Es handelt sich um eine für 8 - 10 Personen eingerichtete Hütte mit diversen Zimmern, Bädern, einer Küche und Aufenthaltsraum.
Die Schlafgelegenheiten sind nach meinem Geschmack für 10 ausgewachsene Personen nicht ausreichend und so waren Alternativen gefragt, in der Badewanne musste aber keiner schlafen.
Der Ferienpark ist eine herrlich in einem Waldgebiet gelegene, Hüttensiedlung mit Anschluss an ein riesiges Loipennetz und per Schibus an das ca. 9 km entfernte "Skisenter Hemsedal". Leider müssen wir feststellen, dass der Schnee um uns herum nur recht spärlich vorhanden ist.

Pauseschoene Piste

So ist unser erster Tag erstmal ein Schnuppertag. Wo kann was gemacht werden? Wir haben schließlich Alpinschifahrer, Tourenschigeher, Schneeschuhwanderer und Langläufer in unserer Gruppe. Wo gibt es noch Loipen? Wo noch ausreichend Schnee?

Jeder versucht sein Revier zu finden und kommt mit mehr oder weniger guten Nachrichten zurück zur Hütte. Auf der Hütte werden wir verwöhnt mit selbst gebackenen Waffeln (Detlef serviert rømmevafler med syltetøy) und mit schmackhaften Menüs. Wir sind Selbstversorger und jeden Tag ist ein anderes Gruppenmitglied Küchenchef.

WartenFjell

Der Wettergott meint es nicht gut mit uns, die Temperaturen steigen und ein kräftiger Sturm trägt dazu bei, den ohnehin spärlichen Schnee weiter zu dezimieren. Wo wir noch am Vortag herrlich gespurte Loipen vorfanden sind am nächsten Tag nur noch Schneereste, durchsetzt mit Moos, Gestrüpp und Wasser, vorhanden.

Wandern?Eispiste

So müssen Alternativen gefunden werden. Es verlangt viel Organisationsvermögen ,die verschiedenen Interessen unter einen Hut zu bringen .Einige probieren es mit Wandern, andere mit einer Kombination aus Schneeschuhwanderung und Schitour, wobei immer wieder schneefreie Abschnitte bewältigt werden müssen. Es entwickeln sich ganz neue Fortbewegungstechniken..
Im höher gelegenen Fjell herrscht noch Winter, doch der Schnee ist abgeblasen oder vereist, selbst im Aufstieg tolle Skitouren bieten keinen Abfahrtsspass weil die Schneedecke beim schwingen unter einem zusammenbricht.

LLFlaevashytta         Stabkirche


Die angelegten Loipen sind nur mit großer Risikobereitschaft zu benutzen. So beschließen wir kurzerhand einen Ausflug zum Sognefjord, machen auf Kultur indem wir uns die Stabkirche in Borgund ansehen und genießen die Natur bei einer Seefahrt auf den Seitenarmen des Sognefjords von Aurland über den gleichnamigen Fjord hinein in den von steilen Felswänden umgebenen engen Næroyfjord nach Gudvangen.

FjordFjord2

Wir besuchen die Hundeschlittenstation Hemsedal-Huskies und haben die Möglichkeit selbst ein Gespann zu fahren. Uschi, Silvia und Stefan waren so mutig und haben es probiert. Stefan weiht uns in die Geheimnisse der Lawinenverschüttetensuche ein, vergräbt Piepser und lässt suchen. Nach meiner Kenntnis war nur Petra erfolgreich.
Auf Grund der Wetterbedingungen fällt es uns deshalb nicht allzu schwer am 18.3. die Heimreise anzutreten.

Holmenkollen         Holmenkollen2


Bevor wir unsere Fähre nach Kiel ansteuern, besichtigen wir noch die neuen Schi- und Sprunganlagen am Holmenkollen und beobachten den norwegischen Nachwuchs im Langlaufen bei seinen nationalen Meisterschaften
Fazit- "aber mit des Wetters Mächten ist eben doch kein Bund zu flechten"-
Vielen Dank, Uschi und Detlef, für die Vorbereitung und Durchführung der Reise.
Hartmut


Bilder: Reinhold & Hartmut