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spanien01 spanien02 Klettern unter Spaniens Sonne an der Costa Blanca

Der Herbst ist wieder da und damit wiedereinmal Zeit den Sommer in einem südlichen Land zu verlängern. Nach Kalymnos auf den griechischen Inseln, war diesmal Spanien dran. Die Costa Blanca an der spanischen Mittelmeerküste war dieses Jahr unser Ziel. Costa Blanca ist für viele sicher ein Begriff, aber eher als Sommer-Sonne-Strand Urlaubsgebiet oder auch als Altersruhesitz. Man kann dort aber auch wunderbar klettern. Es gibt mehrere größere, z.B. Sella mit mehr als 165 Routen und kleinere Klettergebiete mit nur 4 Routen. Allein unser Kletterführer listet 18 Klettergebiete auf. Die Schwierigkeiten (französische Bewertung) beginnen mit einigen wenigen Vierern und schon ein paar mehr Fünfern. Die meisten Routen findet man aber im sechsten und unterem siebten Grad. Aber genug der Vorrede.
Wir starteten am 15. Oktober morgens um 6.00 Uhr von Nürnberg mit einem Direktflug nach Alicante. Wir das sind Bärbel, Bernhard, Christian, Doris, Gabi, Gerold, Jochen, Jork, Martina, Matthias sowie unsere Kleinsten, Anna und Rosa. Später stießen dann noch Claudia und Jörg zu uns. Nachdem wir uns unsere Autos bei unseren Autovermieter geholt hatten ging es erst einmal gleich zum Einklettern an die Felsen der Toix mit super Blick aufs Meer und auf den Penon de Ifach, das "Symbol der Costa Blanca".
Abends bezogen wir dann unsere Ferienvilla in Bernissa. Mit ihren 5 Schlafzimmern und 3 Bädern plus Riesen-Küche und -Wohnzimmer konnte man sie nicht mehr als klein bezeichnen. Sie lag mitten in einem Obsthain und hatte sogar einen eigenen Swimmingpool.
Unsere Klettertage begannen erst einmal mit einem gemütlichen Frühstück auf der Terrasse, wenn die Sonne so langsam ihre Kraft entfaltete. Dann ging es mit dem Auto zu den Felsen. Ohne Auto ist man da leider etwas aufgeschmissen, da die meisten Felsen so 10 bis 30 km im Hinterland liegen. Nach kurzem Fußmarsch kann man dann seine Kletterfähigkeiten am spanischen Fels erproben. Es gibt so ziemlich alles. Von geneigten Platten über kleine Kanten am senkrechtem Fels bis zu Riesenüberhängen. Die ganzen Touren sind so gut wie nicht abgespeckt und teilweise so scharfkantig, das man nach ein paar Klettertagen versucht seine Finger so zu sortieren, das es nicht allzu weh tut. Die meisten Felsen sind tagsüber in der Sonne. Es gibt nur einige, die morgens oder abends etwas Schatten haben. Da wir größtenteils super Wetter hatten, war auch in dieser Jahreszeit zu mindestens T-Shirt Klettern angesagt. Allerdings, wenn die meistens vorhandene frische Brise von der Küste aufhörte, waren die wenigen Schattenstellen am Fuß der Felsen ein gefragtes Plätzchen. Wenn es uns zu heiß wurde ging es dann an den Strand. Es gibt doch nichts schöneres als nach ein paar Klettertouren in der Sonne, sich in das klare Wasser des Mittelmeeres abzukühlen. Wenn man da noch von abkühlen reden konnte. Das Wasser des Mittelmeeres war wesentlich wärmer als das Wasser in unserem Pool.
So vergingen die 10 Tage wie im Fluge. Fast jeden Tag war ein anderer Fels dran. "Gandia", inmitten von Orangenhainen gelegen, "Sella", ein Riesengebiet in dem man sich mehr als eine Woche aufhalten kann, "El Aventator", eine Riesenwand mit super senkrechten Touren "Salem", mit einem Sektor, der viele einfachen Touren im 3er und 4er Bereich hat, "Jalon Valley" mit mehreren kleine verstreute Sektoren, "Cabreras", schwer zu finden, aber viele schöne Genusstouren im 6er Grad.
Das Highlight aber war der Penon de Ifach, einen 332 m hoher steil aus dem Wasser aufragender Felsblock. Das Ambiente und die Touren selber sind echt toll. Bis zu 8 Seillängen über dem blauen Meer mit super Aussicht. Nur der Ausstieg war nichts für schwache Nasen. Die Möwen haben hier sehr markante Duftmarken hinterlassen.
Tja, insgesamt war es eine tolle Woche, die am 24. Oktober leider schon viel zu schnell zu Ende war.

Jork Liebenow

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Stand: 10.01.2006