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Cuzco - Plaza de Armas Markfrauen in Cuzco


Trekking und Bergsteigen in Peru - Bolivien - Chile

Auszüge aus meinem Reisebericht

Freitag 07.08.98
Pünktlich um 5.30 Uhr startet unser Flugzeug von Nürnberg Richtung Amsterdam. Die Sorge wegen unserer drei Seesäcke, die 50 kg auf die Waage bringen, war wie immer unbegründet und bereitet beim Einchecken keine Probleme.
Pünktlich heben wir für unseren 15 stündigen Trip ab. Mitten in der Nacht vertreten wir uns die Füße in Aruba, bei feuchtheißen 30 Grad. Nach weiteren dreieinhalb Stunden landen wir in der 12 Millionen Metropole Lima. Die Einreiseformalitäen sind schnell erledigt. Mit einem Taxiticket vom Taxischalter fahren wir sehr teuer und sehr chaotisch in die City zum Hotel Kamana. Nach einem Pisco Sour fallen wir müde in die Betten.

Samstag 08.08.98
Um 6.45 gehts schon wieder mit dem Taxi zum Flughafen. Auch hier spielen unsere 50 kg Gepäck beim Einchecken keine Rolle. Wir starten um 10.20 Uhr nach Cuzco. Nach einem ruhigen Flug, mit tollen Ausblicken auf die Anden, landen wir nach ca. 1 Stunde am kleinen, sauberen Flugplatz von Cuzco, 3400 m. Beim Transport unserer Seesäcke zum Taxi, kommen wir bei der dünnen Luft ganz schön ins schnaufen. Ein Taxi bringt uns zum Hostal Loreto an der Plaza de Armas. Das Hotel haben wir bereits von zu Hause aus reserviert. Wir werden gleich mit Mate de Coca empfangen. Der Tee soll gegen die Höhenbeschwerden helfen. Wir bummeln noch über die Plaza de Armas und informieren uns über die verschiedenen Ausflugsmöglichkeiten und Preise. Morgen wollen wir gleich zum Sonntagsmarkt nach Pisac. Wir buchen dann beim Hotelier die Tour: Heiliges Urubamba Tal und Sonntagsmärkte. Am späten Nachmittag verspüren wir die ersten Anzeichen der Höhe. Kopfschmerzen treiben uns frühzeitig in die Federn.

Sonntag 09.08.98
Für mich endet eine schreckliche Nacht. Übelkeit, Kopfschmerzen und Durchfall ließen mich kaum zum Schlafen kommen. Völlig kraftlos schleppe ich mich mit zum Frühstück. Nach einem Mate de Coca geht es mir langsam besser. Um 9 Uhr beginnt unser Ausflug ins heilige Urubamba-Tal der Inkas. Ein fruchtbares Tal mit sehr mildem Klima, das besonders für den Ackerbau wichtig war und noch ist. Nach einem kurzen Abstecher auf einen "Touri - Markt" fahren wir gleich zu den Ausgrabungen nach Pisac. Ein 20 minütiger Fußmarsch bringt uns bei großer Hitze, durch sehenswerte Terrassenanlagen ins Zentrum der Ruinenstadt. Relativ kurz ist die Besichtigung dieser wichtigen Stadt der Inkas. Anschließend geht es weiter zum Sonntagmarkt in den Ort Pisac. Das bunte Durcheinander, die exotischen Früchte und fremden Gerüche lassen uns staunend durch die schmalen Gassen treiben.
Am Nachmittag besuchen wir die Tempelburg Ollantaytambo. Eine riesige Inka -Festungsanlage. Leider haben wir auch hier viel zu wenig Zeit für die Besichtigung. Es ist gerade Sonnenuntergang als wir die letzte Station, Chinchero, erreichen. Eine Kirche mit viel Wandmalerei und bemalten Deckenbalken lädt zur Besichtigung ein. Jeden Sonntag früh finden sich hier die Indios ein um in ihrer ursprünglichen Landessprache Quechua die Messe zu feiern. Es ist stockdunkel, als wir um 19.30 Uhr wieder in Cuzco eintreffen.

Montag 10.08.98
Der Cuzco - Ausflug nach Sacsayhuaman, Tambo Machay, etc.

Dienstag 11.08.98
Inka Trail: Zug bis km 88 - Trek bis Llullchapampa, 3750 m



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Machu Picchu Ausblick von Wayna Picchu, 2700 m


Mittwoch 12.08.98
Inka Trail: Llullchapampa - Sayagmarca, 3700 m

Donnerstag 13.08.98
Inka Trail: Sayagmarca - Winay Wayna, 2600m

Freitag 14.08.98
Inka Trail: Winay Wayna - Machu Picchu - Zug nach Cuzco

Samstag 15.08.98
Cuzco

Sonntag 16.08.98
Cuzco - Ausflug Chinchero - mit Bus von Cuzco nach Puno

Montag 17.08.98
Puno - Ausflug zu den Grabtürmen von Sillustani

Dienstag 18.08.98
Puno - Ausflug Titicaca-See - Insel Taquile und Urus

Mittwoch 19.08.98
Puno - Fahrt mit dem Bus über Copacabana nach La Paz

Donnerstag 20.08.98
Wieder heißt es Agenturen abklappern! Wir brauchen eine Fahrgelegenheit zum Chacaltaya, danach steht ja unser erster 6000er auf dem Programm, da ist ebenfalls ein Transport nötig. Außerdem wollen wir nach Sajama, einem kleinen Dorf, Ausgangspunkt für die Besteigung des gleichnamigen Bergs, unseren 2. geplanten 6000er, nahe der chilenischen Grenze. Das Ganze nimmt mehr oder weniger den heutigen Tag in Anspruch.

Freitag 21.08.98
Unseren Akklimatisations - Ausflug ins höchste Skigebiet der Welt, Chacaltaya 5180 m, haben wir mit einen Privat -Taxi über den Hotelier organisiert. Alberto, so heißt unser Taxifahrer, holt uns um 8 Uhr am Hotel ab. Der Weg führt hinauf zum Flughafen und dann Richtung Zongo-Stausee. Kurz hinter dem Flughafen endet die geteerte Piste, es geht sehr holprig und staubig die nächsten eineinhalb Stunden dahin.
Wir sind total begeistert von der grandiosen Aussicht auf den Huayna Potosi und bitten Alberto öfters um einen Fotostop. Kurz vor dem Zongo-Paß teilt sich der Weg. Wir zweigen nach rechts, Richtung Chacaltaya, ab. Dank unseres geschickten Fahrers schaffen wir den Weg bis zum Refugio, 5050 m. Teilweise war der serpentinenartige Feldweg schneebedeckt und spiegelglatt gefroren.
Während Alberto beim Refugio bleibt, steigen wir auf einem guten Wanderweg zum Gipfel, 5180 m. Mit phantastischen Ausblicken auf unser nächstes Ziel, den Huayna Potosi, 6088 m sowie die unzähligen anderen Gipfel, werden wir belohnt. Um die Mittagszeit werden die Wolken von Westen her dichter und die Sicht bedeutend schlechter. Schade für die Gruppen die jetzt allmählich mit den Agenturen eintreffen. Wir können ihnen nur erzählen, wie gut es heute Vormittag war. Gegen 14 Uhr treffen wir Alberto wieder und fahren zurück nach La Paz. Wir bestellen ihn gleich für die Fahrt zum Zongo-Stausee am Sonntag früh.

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Chacaltaya, 5180m Huayna Potosi, 6088 m


Samstag 22.08.98
La Paz - Vorbereitungen für den Huayna Potosi

Sonntag 23.08.98
Huayna Potosi: Fahrt zum Zongo Stausee - HL ca. 5000m

Montag 24.08.98
Huayna Potosi: HL - Gipfel, 6088m - HL - Zongo Pass - La Paz

Dienstag u. Mittwoch 25.08.98 u. 26.08.98
La Paz und Ausflug nach Tiahuanaco

Donnerstag 27.08.98
La Paz - Fahrt mit dem Taxi nach Sajama, ca. 5 Std.

Freitag 28.08.98
Unser Hausherr hat bereits einen Esel samt Treiber für den Materialtransport ins BL organisiert. Unsere 2 Seesäcke werden auf das Muli verladen und gegen 9 Uhr wechseln wir für die nächsten 4 Tage das Quartier. Die nicht benötigten Utensilien können zurückbleiben. Der Weg ins BL ist nicht schwierig, aber trotzdem mühsam. Der weiche, lose Lavasand und die Hitze machen uns ganz schön zu schaffen. Nach 3 Stunden haben wir, ganz für uns allein, das Lager auf ca. 4700 m nahe einer sauberen Quelle erreicht. Ein wunderschöner Platz. Vor uns ragt die Westseite des Sajama 2000 m in den tiefblauen Andenhimmel. Mit dem Eseltreiber vereinbaren wir die Abholung für Dienstag den 1.9. ca. 9 Uhr. Den restlichen Tag verbringen wir gemütlich beim Zelt und machen kleine Erkundungsgänge in die Umgebung. Auch der Weiterweg ist gut erkennbar - aber für heute lassen wir es gut sein.


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Basislager, ca. 4700 m am Nevado Sajama, 6500 m  Salar de Surire


Samstag 29.08.98
Nev. Sajama: Aufstieg zum HL, 5500m - BL

Sonntag 30.08.98
Nev. Sajama: Aufstieg zum HL

Montag 31.08.98
Nev. Sajama: Gipfelverzicht - Abstieg ins BL

Dienstag 01.09.98
Abstieg BL nach Sajama - Fahrt nach Tambo Quemado

Mittwoch 02.09.98
Tambo Quemado - um 10.30 mit Bus nach Arica ca. 17.00

Donnerstag u. Freitag 03.09.98 u. 04.09.98
Arica

Samstag 05.09.98
Um 9 Uhr können wir das Auto abholen. Es macht einen sehr ordentlichen Eindruck und hat erst 13000 km auf dem Tacho. Wir fahren ins Hotel, verladen unseren Krempel, betanken noch die Reservekanister und verlassen Arica Richtung Süden. Die Panamerika führt durch eine schier endlose Wüstenlandschaft, nach 242 km erreichen wir Huara. Hier ist lt. Reiseführer nochmals ohne Probleme Benzin zu bekommen. Wir brauchen ca.13 Liter pro 100 km. Um auf der sicheren Seite zu sein, kaufen wir zusätzlich noch einen 20 Liter Reservekanister und lassen an der Tankstelle nochmals Auto und Kanister randvoll nachfüllen. Mit 60 Liter Benzin und natürlich Trinkwasser und Lebensmittel für die nächsten 10 Tage verlassen wir nun die gutausgebaute Asphaltstraße Richtung Osten ins Landesinnere.
Nach 14 km Schotterpiste erreichen wir einen isoliert stehenden Hügel in der Wüste. Der "Geoglyphe Gigante de Atacama", eine über 80m große Erdzeichnung, überrascht uns an seiner Westseite. Dieses geheimnissvolle, prähistorische Kunstwerk am Hang des Cerro Unitat soll eine der größten menschenähnlichen Figuren mit göttlichen Eigenschaften darstellen. Wir verlassen den Giganten um heute noch bis nach Banos de Puchuldiza zu kommen. Farbenfrohe Bergformationen begleiten uns durch die menschenleere Wüstenlandschaft. Gegen 17 Uhr haben wir unser heutiges Tagesziel, das Geysierfeld erreicht. Hier auf über 4000m Höhe bläst ein eiskalter Wind. 85 Grad heisses Wasser wird aus dem Boden gepreßt und mehrere Meter hoch gespritzt. Wo der dünne Sprühregen die Erde erreicht entstehen kleine Schnee- und Eisberge. Heute haben wir Mühe im starken Wind unser Zelt aufzubauen.

Sonntag 06.09.98
In der Morgensonne genießen wir das Frühstück in dieser absoluten Einsamkeit. Der eiskalte Wind hat noch nicht nachgelassen - es ist "Daunenjacken" kalt. Nach einem frischen Spaziergang durch das Geysierfeld setzten wir unsere Reiseroute Richtung "Salar de Surire" fort. Hier im Isluga-Nationalpark hat es eine Vielzahl von Lamas, Alpacas, Vicunas und Guanakos. Im vollstädig verlassenen Dorf Isluga, auf 3900 m Höhe machen wir einen kleinen Stopp. Es ist ein reines Ritualdorf der Aymaren, das nur zu hohen Festtagen besucht wird. Der Wind hat zugenommen und sich zu einem richtigen Sandsturm entwickelt. Wir sind froh, als wir wieder im schützenden Auto sind. Die Straße wird zunehmend schlechter, wir brauchen öfters den 4x4 - Drive. Wir folgen der chilenischen Grenzstraße und verlassen bei Virgen del Carmen den Park um wenig später in den Surire-Nationalpark einzufahren. Das Herzstück des Parks ist der "Salar de Surire", ein strahlend weißer Salzsee inmitten der riesigen, wüstenhaften Salzpfanne in 4250 m Höhe - unser heutiges Tagesziel. Gegen 15.30 Uhr erreichen wir den See und es wird zu einem Geduldsspiel, bis wir einen geeigneten Zeltplatz finden. In alten, verlassenen Häuserruinen direkt am See finden wir ein geeignetes Plätzchen.

Montag 07.09.98
Salar de Surire - Churigualla - BL Guallatiri, ca. 4800 m

Dienstag 08.09.98
Nev.Guallatiri: Aufstieg vom BL - Gipfel, 6061m - BL

Mittwoch 09.09.98
BL - Putre, Übernachtung in Putre

Donnerstag 10.09.98
Putre - Parinacota - Lago Chungara - BL, 4500m

Freitag 11.09.98
Eine eiskalte Nacht! Wir messen 17 Grad minus im Zelt. Erst als die Sonnenstrahlen unser Zelt erreichen, denken wir ans aufstehen. Gegen 10.15 Uhr verlassen wir das BL und schwer bepackt ziehen wir im losen Lavasand Richtung Hochlager los. Immer den felsigen Rücken (lt. Skizze) im Hinterkopf bewegen wir uns recht mühsam durch diese Mondlandschaft. Wie sollte es auch anders sein, erwartet uns wieder eine steile Schuttrinne.
Oben angekommen gibt es wirklich mehrere, einigermaßen ebene Zeltplätze. Wir befinden uns auf einer Höhe von ca. 5300 m, knapp unter der Eisgrenze. Wir fühlen uns wie die "Kings" auf diesem tollen Platz, liegen im Zelt und genießen durch den offenen Zelteingang dieses einzigartige Panorama und die absolute Einsamkeit. Die Zeit verbringen wir mit Schnee und Eis schmelzen. Um 5 Liter Flüssigkeit zu bekommen verbrauchen wir fast eine ganze Gaskatusche. Im Vergleich zum BL haben wir hier "gemütliche " 5 Grad minus.

Samstag 12.09.98
Nev.Parinacota: HL - Gipfel, 6348 m - HL - BL

Sonntag 13.09.98
BL - Parinacota - Lagunas Cotacotani - Putre - Arica

Montag u. Dienstag 14.09.98 u. 15.09.98
Arica - Taxi nach Tacna - Flug von Tacna nach Lima

Mittoch - Freitag 16.09.98 - 18.09.98
Lima

Freitag u. Samstag 18.09.98 u. 19.09.98
Rückflug von Lima nach Nürnberg

Marga Pausch, Nov.1999, fürs Internet überarbeitet Feb.2001.


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Basislager, ca. 4800m am Guallatiri, 6061m Nevado Parinacota, 6348m


Wenn Sie durch die Ausschnitte aus meinem Tagebuch neugierig geworden sind. Der ausführliche Reisebericht

Inhalt: Vorwort - Tagesablauf - Reisebericht - Trekking und Bergsteigen: Inka Trail nach Machu Picchu, Chacaltaya 5180 m, Huayna Potosi 6088 m, Nevado Sajama 6543 m(Versuch), Nevado Guallatiri 6061 m, Nevado Parinacota 6348 m - Genehmigung - Ausrüstung - Adressen und Preise - Literatur - Die Autoren - Impressum.

45 Seiten, mit 7 SW Fotos, gebunden, kann gegen Zusendung eines Verrechnungsschecks über EURO 12.00 (inkl. Porto und Versand) direkt bezogen werden.

Marga Pausch - Soosweg 15 - 90427 Nürnberg, E-mail:

Homepage: http://www.marga-pausch.gmxhome.de



Stand: 09.01.2006